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ATHEARN "RTR" H0

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DIESELLOKS VON GENERAL ELECTRIC (GE)

DIE LEGENDÄRE GE U50

Dokumentation auf Englisch     Übersetzung auf Deutsch: © Peter Joseph, SAMMLER-SERVICE

1963 suchte die UNION PACIFIC unter der Leitung von Superintendent David Neuhart nach einer Diesellokomotive mit 5000 hp (3728,5 KW). Neuhart war schon verantwortlich gewesen für den Kauf der Gasturbinen mit 4500 hp und 8.500 hp. Seine Mannschaft hatte herausgefunden, dass die Wartungskosten einer Diesellokomotive unabhängig sind von ihrer Leistung. 1963 hatte das Wettrennen der Bahngesellschaften um immer mehr Leistung gerade einmal die Marke von 2500 hp erreicht. Die einzige Möglichkeit für 5000 hp bestand darin, zwei Dieselloks mit je 2500 hp auf einem einzigen Fahrgestell zu vereinigen. Nach dem damaligen Stand der Technik in Sachen Rad-Schiene-Adhäsion und und Motorentechnik brauchte man dafür  8 elektrische Fahrmotoren an ebenso vielen Achsen, um die Leistung der Dieselmotoren in Vortriebskraft auf der Schiene umzusetzen. EMD, die Konkurrenz von GE, hatte bereits die "DD35" gebaut, die aus zwei GP35 auf einem Chassis zusammengesetzt war. Was lag also näher für GE, als zwei ihrer U25B zu einer U50 zusammen zu bauen?

Die so entstandene U50 war 25,45 Meter lang und überragte mit einer Höhe von 4,83 Meter alle anderen damaligen Diesellokomotiven. Die U50 wog 559.620 lb (254 Tonnen) und hatte eine Anfahr-Zugkraft von mehr als 631Tonnen. Unter der Karosserie arbeiteten zwei FDL-16 Dieselmotoren, jeder mit einem eigenen Generator, eigenem Kühlluftsystem und eigener Dynamischer Bremse. Die Lok fuhr auf vier zweiachsigen Drehgestellen vom Typ AAR-B, die an Querträgern montiert waren. Die Drehgestelle stammten übrigens von den zwischenzeitlich abgewrackten Gastturbinen. Vorn an der Lok befand sich ein hoch gelegener Führerstand ohne den sonst üblichen Laufsteg. Das gab der U50 ihr unverwechselbares Aussehen.

Die ersten drei U50 (Union Pacific #31, #32 und #33) wurden im Oktober 1963 gebaut. 1964 folgten dann 12 weitere mit den Nummern 34 bis 45 und 1965 kamen noch einmal 8 Stück mit den Nummern 46 bis 53 hinzu. In den ersten paar Jahren fuhren die U50 auf den meisten Hauptstrecken der Union Pacific. Nach 1967 wurden sie im Gebiet östlich von North Platte zusammengezogen, befuhren aber immer noch das ganze Streckennetz der Union Pacific. 17 Stück wurden zwischen September 1973 und Februar 1974 ausgemustert, im November 1974 folgten  drei weitere. Die letzten drei mit den Nummern 45, 51 und 53 blieben bis 1977 im Dienst und hatten schließlich 750.000 Meilen (1.200.000 Kilometer) bzw. 1.091.626 Meilen  (1.757.000 Kilometer) zurückgelegt.

Auch die "SOUTHERN PACIFIC" hielt Ausschau nach stärkeren Diesellokomotiven, um die Steigungen ihrer Gebirgsstrecken zu bewältigen. Das führte zunächst zu Experimenten mit Hydraulischen Antrieben von Krauss-Maffei und von Alco und schließlich zur Bestellung von drei U50 mit den Betriebsnummern 8500, 8501 und 8502. Die ersten zwei wurden im May 1964 gebaut, die dritte im Juni 1964. Jede kostete 457.459 US-Dollar. Bei der Southern Pacific wurden sie als GF850A-1 eingegliedert. Nach anfänglichen Testfahrten wurden sie der Sunset-Route zwischen Texas und Südkalifornien zugeteilt. Sie wurden zweimal umnummeriert: Im Jahr 1965 auf  9550 bis 9552 und im Jahr 1969 auf 9950 bis 9952. In den 1970er Jahren wurden sie in Südkalifornien zu Rangierlokomotiven degradiert und verschoben meistens Güterwagen zwischen Taylor Yard in Los Angeles und West Colton. Die #9950 wurde am 18. Mai 1978 ausgemustert, die anderen beiden am 28. Dezember 1978.

 

 

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